•  40 Min.
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Die eigenen Tomatenpflanzen

Die eigenen Tomatenpflanzen

  •  40 Min.
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Material:

  • Tomaten
  • Wasserglas
  • Anzuchterde
  • Anzuchtbeet (ideal Eierkartons oder leere Sahne-Becher)
  • Werkzeug zum Pikieren
  • Gartenerde
  • Blumentöpfe
  • Eventuell Rankhilfen

Grünländer Grüner Tipp - Die eigenen Tomatenpflanzen

Von der Tomate zum Samen zur Tomate – auch ohne grünen Daumen.

Tomaten sind eines der beliebtesten Gemüse in Deutschland und stehen auf fast jedem Einkaufszettel. So erklärt sich, warum man die Samen für die eigenen Tomaten-Pflanzen so ganz nebenbei erhält.

  1. Reife Tomate aufschneiden und die vielen kleinen Samen samt anhaftendem Fruchtfleisch aus der Schale lösen. Eine Tomate enthält ungefähr 30 Samen.
  2. Fruchtfleisch mit Samen in ein Glas Wasser geben. Innerhalb von 2 Tagen haben sich die Samen aus dem Fruchtfleisch gelöst und sind auf den Boden des Glases gesunken.
  3. Nun werden die Samen in einem Sieb unter laufendem Wasser von den letzten Resten befreit und müssen dann getrocknet werden, am besten auf Küchenpapier. Fertig ist das Saatgut. Das ist, trocken und gut verschlossen gelagert, gut 5 Jahre haltbar.
  4. Jetzt geht es an die Aussaat. Das Anzuchtbeet mit Anzuchterde vorbereiten. Anzuchterde ist etwas nährstoffärmer als Gartenerde. Das hilft dem Keimling viele Wurzeln auszubilden und am Anfang nicht zu schnell zu wachsen.
  5. Mit ein paar cm Abstand die einzelnen Kerne auf die Erde legen. Dann die Samen mit etwa 0,5 cm Erde bedecken und behutsam angießen.
  6. Anzuchtbeet an einen warmen, nicht zu sonnigen Platz stellen und regelmäßig gießen – die Erde sollte immer etwas feucht sein. Und dann kann man nach ein paar Tagen die ersten grünen Keimlinge bewundern.
  7. Wenn die Sämlinge zu dicht stehen, müssen sie frühzeitig pikiert, also auseinandergesetzt, werden. Der richtige Zeitpunkt ist gekommen, wenn sich nach den Keimblättern das erste Blätterpaar ausgebildet hat. Vor dem Umsetzen sollte man die Pflänzchen gut wässern. Aufpassen, dass beim Pikieren die kleinen Wurzeln nicht beschädigt werden. Es gibt im Handel spezielle Hilfen wie den Pikierstab. Ein Teelöffel oder ein alter Kugelschreiber tut es aber auch.
  8. Die Zeit des Anzuchtbeetes ist vorbei, wenn die Pflanzen ca. 10 cm groß sind. Jetzt können sie in größere Blumentöpfe oder -kübel umziehen. Auf einem sonnigen Fensterbrett oder dem Balkon fühlen sie sich wohl. Je mehr Sonnenlicht sie bekommen, umso besser. Achtung: Die Pflanzen mögen keinen Frost. Mit dem Ausbringen in den Garten noch bis nach den Eisheiligen warten.
  9. Während der sogenannten Anwuchsphase sollten die Jungpflanzen nur mäßig mit Nährstoffen versorgt und eher trocken gehalten werden.
  10. Nach dem Blütenansatz immer gut gießen und ab und zu düngen. Und dann über eine reiche Ernte freuen.